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10. Juni 2026

Souverän durch das komplexe ALM-Umfeld navigieren

Update aus der Arbeitsgruppe Application Lifecycle Management Österreich

Update aus der Arbeitsgruppe Application Lifecycle Management Österreich

Das Application Lifecycle Management (ALM) ist ein zentraler Bestandteil moderner SAP-Landschaften und für ihren stabilen und effizienten Betrieb praktisch unverzichtbar. Durch aktuelle Entwicklungen – wie die Ablösung des SAP Solution Managers durch SAP Cloud ALM oder den Ausbau der integrierten Toolchain als technologische Grundlage eines durchgängigen ALM – gewinnt das Thema einmal mehr an Bedeutung. Im Interview beleuchtet das Sprecherteam der Arbeitsgruppe ALM Österreich, was vor diesem Hintergrund auf seiner Agenda steht.

Martin Tarkus und Patric Prasch bilden seit Mai 2025 das Sprecherteam der Arbeitsgruppe (AG) ALM Österreich und haben sich auf die Fahne geschrieben, die österreichischen DSAG-Mitglieder zum Thema ALM und allen Neuerungen kompakt und praxisnah informiert zu halten. Im Interview erläutern sie, vor welchen großen Aufgaben die Anwender:innen derzeit stehen, wie die Arbeitsgruppe dabei unterstützt, diese anzugehen – und warum auch der Austausch mit dem DACH-übergreifenden Arbeitskreis nicht zu kurz kommt. Außerdem geben sie bereits einen Ausblick auf den bevorstehenden SAP Cloud ALM Innovation Day am 23. September 2026 in Wien.

Je komplexer die eigene SAP-Landschaft, desto wichtiger wird eine strukturierte Steuerung, etwa durch Application Lifecycle Management (ALM). Somit ist das Thema für viele Anwender unverzichtbar – und auch für zahlreiche DSAG-Mitglieder hochrelevant. Warum sollten sie sich  dem ALM-Gremium anschließen?

Martin Tarkus: Die SAP- und ALM-Welt ist schon im On-Premises-Umfeld nicht ganz leicht zu durchdringen. Dazu kommen ganz aktuelle Herausforderungen wie die Einführung bzw. Nutzung von Cloud ALM. Der Solution Manager läuft Ende 2027 aus, mit Extended Maintenance können Anwender ihn noch bis Ende 2030 einsetzen. Folglich ist die Transition zu Cloud ALM derzeit ein wichtiges Thema und damit verbunden die Fragen: Wie gehe ich damit um? Was bietet mir Cloud ALM? Wann wechsle ich? Was sind die nächsten Schritte?

Ebenso relevant sind die Auswirkungen der von SAP verfolgten Integrated-Toolchain-Strategie. Was bedeutet der architektonische Wandel vom zentralen ALM-System hin zu einem integrierten Ökosystem spezialisierter Cloud-Lösungen für Anwender:innen? Wie spielen Cloud ALM, Signavio, LeanIX, WalkMe und Tricentis innerhalb der Toolchain zusammen? Was gilt es praktisch zu beachten? All diese Fragen diskutieren und beantworten wir innerhalb des Gremiums und unterstützen die Mitglieder dabei, durch das komplexe ALM-Umfeld zu navigieren.

Patric Prasch: Wir schaffen für sie ein weites Wissensangebot sowie die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und voneinander zu lernen. Denn oftmals ist man mit seinem Problem nicht allein. Hier helfen Erfahrungen und Best-Practices anderer weiter. Dafür bietet unser Gremium die ideale Plattform. Auch der direkte Kontakt zu SAP ist für uns und die Mitglieder innerhalb der Arbeitsgruppe ein echter Gewinn. Sei es, um Infos aus erster Hand zu erhalten oder Verbesserungspotenziale direkt in Richtung des Software-Konzerns zu adressieren.

Schulterblick: Sie sind seit gut einem Jahr als Sprecherteam aktiv, was läuft gut, was haben Sie sich für Ziele gesetzt?

Martin Tarkus: Wir hatten uns von Beginn an vorgenommen, die Mitglieder- und Teilnehmendenzahl an unseren AG-Treffen zu erhöhen. Mit Blick auf das Programm wollten wir mehr Kundenvorträge anbieten und den Erfahrungsaustausch in den Mittelpunkt stellen. Denn klares Ziel ist es, die Termine für unsere Mitglieder so attraktiv wie möglich zu gestalten. Das ist uns bisher gelungen, wir bekommen positives Feedback und verzeichnen einen regen Zulauf, auch wenn natürlich immer Luft nach oben ist.

Uns war und ist eine enge Zusammenarbeit mit SAP Österreich wichtig, und dass wir die Inhalte, die die Anwenderunternehmen beschäftigen, klar thematisieren. Auch hier können wir ein gutes Zwischenfazit ziehen.

Besonders erfolgreich lief z. B. unsere SAP ALM Roadshow im vergangenen November in Wien. Wir hatten volles Haus, mit Themen wie „Überblick und ALM-Strategie“, RISE, GROW, Integrated Toolchain, Clean Core und Cloud ALM – im Kontext von Transition, Implementierung, Einsatz und Service – eine spannende Agenda und angeregte Diskussionen mit allen Teilnehmenden. Das war wirklich eine rundum gelungene Veranstaltung.

Patric Prasch: Einen Erfolgsfaktor für unsere Arbeit sehe ich außerdem in der engen Abstimmung mit anderen Gremien. In unserer AG liegt der Fokus auf den österreichischen Kolleg:innen und ihren zum Teil landesspezifischen Anforderungen.

Gleichzeitig wollen wir ihnen mit Präsenzformaten vor Ort möglichst kurze Wege bieten, sodass sie nicht jedes Mal nach Deutschland reisen müssen. Nichtsdestotrotz sind die Themen, die im Arbeitskreis ALM (DACH) behandelt werden, für uns gleichermaßen relevant und in ihrer Breite interessant. Zudem bestehen inhaltliche Schnittmengen, etwa mit der AG Technologie. Das bedeutet, dass wir bewusst über das eigene Gremium hinausblicken und bei übergreifenden Themen auch gemeinsame Formate in Betracht ziehen. Der kontinuierliche Austausch mit anderen DSAG-Sprecher:innen ist für uns dabei von zentraler Bedeutung. Und apropos Austausch: Natürlich nehmen wir auch das Feedback unserer Mitglieder ernst und passen Veranstaltungsthemen und -formate entsprechend an.  

Mit dem SAP Cloud ALM Innovation Day am 23. September 2026 in Wien ist der nächste große Termin bereits in Planung. Was erwartet die Teilnehmenden vor Ort?  

Martin Tarkus: Wie der Veranstaltungstitel bereits verrät, liegt der Fokus auf dem großen Thema SAP Cloud ALM. SAP-Vertreter:innen werden ein Strategie- und Produkt-Update geben. Es wird um KI gehen und darum, wie diese die Prozesse innerhalb der ALM-Lösung bereits unterstützt – und auch der Wechsel vom SAP Solution Manager auf SAP Cloud ALM steht auf dem Programm. Die detaillierte Agenda erarbeiten wir derzeit noch, aber natürlich werden Austausch und Diskussion nicht zu kurz kommen, ebenso geben wir der Anwenderperspektive Raum.   

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