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18. August 2026

So machen Sie Ihre SAP-Landschaft fit für das KI-Zeitalter

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71 Prozent der Unternehmen mussten ihren Migrationsansatz während des Projekts anpassen. Die Transformationsstudie 2026 zeigt: Starre Pläne bremsen. Wer flexibel nachsteuern kann, macht Veränderungen zum Erfolgsfaktor.

Transformation ist kein gerader Weg

Die Entscheidung für SAP S/4HANA ist in vielen Unternehmen gefallen. Die eigentliche Herausforderung beginnt danach. Ziele verändern sich, Abhängigkeiten werden sichtbar. Regulatorische oder technische Anforderungen entstehen häufig erst im Projektverlauf – werden aber erfolgsentscheidend.

Wie Unternehmen mit dieser Dynamik umgehen, beleuchtet die Transformationsstudie von Natuvion und NTT Data Business Solutions. Sie bündelt die Erfahrungen von 1.115 IT-Führungskräften aus 15 Ländern. Und die Ergebnisse sind ernüchternd: Im Durchschnitt erreichten die Unternehmen nur 71 Prozent ihrer Transformationsziele. Gleichzeitig überschritten 82,2 Prozent ihr Budget und 79,5 Prozent ihren Zeitplan. Die Zahlen sprechen nicht gegen Transformation. Aber sie sprechen für eine realistische Planung, Transparenz und methodische Beweglichkeit.

Der Befund ist eindeutig: Erfolgreiche SAP-Transformationen brauchen einen klaren Plan – und die Flexibilität, ihn an veränderte Anforderungen anzupassen

71 Prozent passen den Migrationsansatz an

Zu Beginn einer Transformation steht eine zentrale Entscheidung: Was kommt mit ins neue System? Alles übernehmen (Brownfield), komplett neu starten (Greenfield) oder gezielt nur das migrieren, was künftig wirklich gebraucht wird (Selective Data Transition). 34,4 Prozent der befragten Unternehmen entschieden sich für den Brownfield-Ansatz, während 20 Prozent mit Greenfield „auf der grünen Wiese“ starteten. Die Mehrheit setzte auf eine hybride Migration: 25,3 Prozent nutzten Selective Data Transition (SDT), weitere 20,3 Prozent andere hybride Ansätze.

Doch die Studie macht deutlich: Diese Entscheidung ist selten endgültig. 44 Prozent der Unternehmen passten ihren Migrationsansatz mitten im Projekt noch punktuell an, 23 Prozent grundlegend und 4 Prozent änderten den Ansatz sogar vollständig. Nur rund jedes vierte Unternehmen konnte den ursprünglichen Ansatz beibehalten:

Quelle: Transformationsstudie 2026, Natuvion & NTT DATA Business Solutions, S. 41

Flexibilität wird zum Erfolgsfaktor

Anpassungen im Projektverlauf sind also nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Und das ist zunächst kein Problem. Entscheidend ist, Veränderungen strukturiert zu steuern und den Migrationsansatz flexibel an neue Anforderungen anpassen zu können.

Der richtige Partner schafft Handlungsspielraum

Ein Transformationsplan muss Orientierung geben, darf aber nicht mit Unveränderlichkeit verwechselt werden. Sinnvoll sind klar definierte Entscheidungspunkte, an denen Datenlage, Zielbild und Migrationsmethode regelmäßig geprüft werden. So werden notwendige Anpassungen früh geplant statt erst unter Zeitdruck vorgenommen.

Allerdings sind viele Umsetzungspartner auf nur einen Migrationsansatz spezialisiert – Änderungen sind so schwer umsetzbar. Umso wichtiger ist es, einen Partner zu wählen, der Greenfield, Brownfield und SDT beherrscht und über nachweisbare Transformationserfahrung in allen drei Szenarien verfügt. Ebenso sollten fragmentierte Einzellösungen vermieden werden. Durchgängige, vollintegrierte Plattformen wie die Natuvion Data Conversion Suite schaffen einen klaren Vorteil: Sie ermöglichen es, Transformationen flexibel und End-to-End zu steuern.

Erst die Daten, dann die Transformation

Viele Transformationsprojekte beginnen mit Prozessen und Zeitplänen. Der eigentliche Knackpunkt liegt jedoch häufig in den historisch gewachsenen Systemen und Daten. In der Planungsphase nennen 39,1 Prozent die Analyse der bestehenden IT-Landschaft als größte Herausforderung. In DACH steht sogar die Projektkomplexität an erster Stelle.

Die Steigerung der Datenqualität, klare Governance und umfassendes Testing bilden daher die Grundlage – und sollten nicht erst kurz vor dem Go-live angegangen werden. Je früher Inkonsistenzen, Dubletten und fehlende Standards sichtbar werden, desto belastbarer lassen sich Aufwand, Methode und Zeitplan bestimmen.

Datenqualität bleibt der hartnäckigste Stolperstein

Die Studie zeigt auch, welche unvorhergesehenen Herausforderungen Unternehmen im Laufe ihrer Transformation ausbremsen. Dazu zählen regulatorische Anforderungen, das Testmanagement, ein stabiles Projekt-Setup und fehlendes internes Transformations-Know-how.

Doch ein Problem hält sich hartnäckig an der Spitze: Mehr als jedes vierte Unternehmen (26,4 Prozent) wurde im laufenden Projekt von Datenqualitätsproblemen überrascht. Damit landet die Datenqualität bereits zum fünften Mal in Folge auf Platz eins der unvorhergesehenen Herausforderungen.

Das ist gleich doppelt problematisch: Schlechte Daten bremsen Transformationen aus – und werden spätestens im KI-Zeitalter zum echten Wettbewerbsnachteil. Denn wer KI sinnvoll nutzen will, braucht eine verlässliche Datengrundlage. Oder anders gesagt: Ohne saubere Daten keine erfolgreiche Transformation – und verschwendetes KI-Potenzial.

Quelle: Transformationsstudie 2026, Natuvion & NTT DATA Business Solutions, S. 54

KI verändert nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg

Unternehmen transformieren für die KI – und zunehmend mit ihr. Für 60 Prozent ist KI der wichtigste Treiber ihrer IT-Transformation. Klassische Motive wie Kostenreduktion rücken in den Hintergrund.

Doch der Weg zur KI-Readiness führt über die Daten. Sind sie veraltet oder schlecht strukturiert, bleibt auch das Potenzial von KI begrenzt. Hohe Datenqualität wird damit zur Grundvoraussetzung für den erfolgreichen KI-Einsatz.

Gleichzeitig wird KI selbst zum Transformationswerkzeug: 76,3 Prozent nutzen sie bereits systematisch im Projektverlauf – und längst nicht mehr nur operativ, sondern zunehmend strategisch. 63,4 Prozent setzen KI für technische Analysen ein, 59,8 Prozent für Datenqualität und Migration. Mehr als die Hälfte (55,8 Prozent) nutzt KI bereits für strategische Analyse und Planung.

Das Fazit: KI braucht Transformation. Und Transformation profitiert von KI. Entscheidend für beides sind die Daten.

Quelle: Transformationsstudie 2026, Natuvion & NTT DATA Business Solutions, S. 49

Was die Studie zeigt

Transformationen verlaufen selten nach Plan – aber erfolgreiche Unternehmen können damit umgehen. Nicht die Entscheidung über Greenfield oder Brownfield ist zentral, sondern die Fähigkeit, den eingeschlagenen Weg flexibel anzupassen. Dafür braucht es erfahrene Umsetzungspartner mit fundiertem Transformations-Know-how und saubere Daten. Erst dann kann KI ihr Potenzial entfalten – als Treiber und Werkzeug erfolgreicher IT-Transformationen.

Wer seine SAP-Transformation zukunftssicher gestalten möchte, findet in der Transformationsstudie 2026 und im Whitepaper „Wie Unternehmen ihre SAP-Landschaft für das KI-Zeitalter transformieren“ Benchmarks und praxisnahe Handlungsempfehlungen.

Weiterführende Publikationen

Transformationsstudie 2026

Erfahrungen und Erfolgsfaktoren aus 1.115 Transformationen weltweit.

Whitepaper „Wie Unternehmen ihre SAP-Landschaft für das KI-Zeitalter transformieren“
Konkrete Ansätze für eine flexible, datengetriebene und KI-gestützte SAP S/4HANA-Transformation.

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